Alte und neue Gesichter

Ich freue mich ja immer wieder neue Models kennenzulernen und zusammen spannende und kreative Projekte umzusetzen oder auch einfach nur ein lockeres Shooting und viel Spass zu haben. Und um ehrlich zu sein freue ich mich noch mehr, wenn es einfach Spass gemacht hat und daraus eine längerfristige Zusammenarbeit ergibt. Aber genauso sehr freue ich mich, alte Gesichter wiederzusehen, die mal vor meiner Linse standen:

Lexy Lavey hatte unter anderem ein tolles Interview im englischen ALT-MU Magazine
Tessa hat dieses Jahr bei RTL2's Curvy Supermodel teilgenommen.
Eva sah ich neulich eher rein zufällig in der VOGUE Italia wieder.

Sterben Fotografen-Websites aus?

Vielleicht täusche ich mich, aber ich habe den Eindruck, dass viele (Amateur-)Fotografen zunehmend ausschließlich soziale Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. zum Veröffentlichen ihrer Bilder nutzen. Ist ja auch komfortabel und man muss sich um fast nichts mehr kümmern. Zudem bekommt man ein schnelles Feedback und kann leichter Kontakte knüpfen. Trotzdem finde ich es schade, wenn ich bei vielen keine eigene Website finden kann. (Und ich suche tatsächlich aktiv!) Besonders bei Fotografen mit einem etwas höheren Selbstanspruch an die eigenen Arbeiten bin ich dann zugegebenermaßen leicht enttäuscht. Ich hätte mich gerne entkoppelt von der überfrachteten und schnellebigen Facebook-Seite intensiver und näher mit den Arbeiten anderer Fotografen beschäftigt, die Bilder vielleicht auch mal ganz für sich alleine, hochauflösend und groß auf mich wirken lassen. Ich hätte es spannend gefunden, zu sehen welcher visuellen Mittel und Stile man sich darüber hinaus bedient, um seine Bilder zu veröffentlichen. Dezente, pastellige Farben? Ein verträumtes Layout? Oder reduziert und klar mit modernen Typo-Elementen? Auch die "digitale Haptik", also die Menüführung und Struktur der Seite und der Inhalte hätte mich sehr interessiert. Die ganz persönliche Note eben. Und dabei ist es doch leichter denn je, mit Wordpress, Koken, Adobe Portfolio, Format.com, Jimdo und was es da noch alles am Markt gibt lassen sich auch ohne große Programmierkenntnisse ansehnliche Seiten erzeugen. Gerade für Wordpress gibt es zudem doch ein schier unerschöpfliches Repertoire an wirklich ausgezeichneten Themes.

Ich bin natürlich auch auf Facebook und Instragram unterwegs und habe auch Accounts bei 500px und all den anderen Plattformen. Die werden mal mehr und mal weniger genutzt, aber eigentlich immer nur, um Bilder zu zeigen oder einfach mal wieder Menschen anzusprechen. Da ich nur selten (tatsächlich viel zu selten) auch Bilder auf echtes Fotopapier drucke, ist das Hochladen der Bilder auf meine Seite für mich die eigentliche "Veröffentlichung". 

Also back to the roots: das Internet braucht wieder mehr Individualismus!